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Kloster Heilig Kreuz - Püttlingen

Liebe Freunde des Klosters Heilig Kreuz,

wieder lastet die Coronapandemie, die wir vor wenigen Monaten schon weitgehend überwunden glaubten, schwer auf der Advents- und Weihnachtszeit. Wie die Pflegekräfte in vielen Regionen Deutschlands, so sind auch unsere Schwestern sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstation des Caritasverbandes in der Kranken- und Altenpflege außerordentlich belastet und herausgefordert. Die Sorgen und Nöte dieser Tage bestimmen auch unsere pastoralen Dienste.

Da wird die Ausrichtung in der Advents- und Weihnachtszeit auf die Geburt unseres Herrn und Erlösers, zur wahren Quelle unserer Kraft und Hoffnung. Denn wie seit zwei tausend Jahren, mitten in Sorgen, Leid und allen Unzulänglichkeiten unseres Lebens, steht die Botschaft des Engels: „Fürchtet Euch nicht, denn ich verkünde Euch große Freude, die dem ganzen Volk zuteilwerden soll: Heute ist Euch der Retter geboren in der Stadt Davids; es ist der Christus, der Herr“ (Lk 2,10-11). In diesem festen Glauben wünschen wir Ihnen und Ihren Familien aus dem Kloster Heilig Kreuz eine besinnliche Adventszeit und ein gesegnetes, gnadenreiches Weihnachtsfest.

 

Wie alljährlich wollen wir in unserem Schreiben im Advent auch auf Ereignisse im Kloster Heilig Kreuz zurückblicken.

Besondere Bedeutung hat die Partnerschaft zwischen der Pfarrgemeinde Heilig Kreuz, Schwalbach, und dem Kloster Heilig Kreuz, Püttlingen, die wir am Christkönigssonntag begründen konnten. Die geistlichen und religiösen Verbindungen sowie die konkrete gegenseitige Unterstützung, die wir bereits in den vielen Monaten der Vorbereitung dieser Partnerschaft gepflegt haben, sind nun auf Dauer vereinbart. Wir hoffen, dass in den kommenden Jahren weitere Pfarreien dieser Partnerschaft beitreten.

Dankbar sind wir, dass uns die Partnerschaft mit der Pfarrei Heilig Kreuz, Schwalbach, auch partnerschaftliche Bindungen mit den Benediktinerinnen im Kloster Marienthal im Elsass eröffnet haben. Die Gebetsgemeinschaft zwischen unseren Konventen, die wir im September begonnen haben, dürfen wir als sehr bereichernd erfahren.

In der Hostienbäckerei hat der plötzliche Ausfall des Backautomaten große Sorgen bereitet. Dank großzügiger Wohltäter und ehrenamtlicher Helfer haben wir in den vergangenen Wochen ein Ersatzgerät installieren und damit die Schließung der Hostienbäckerei abwenden können. Im langen Produktionsausfall standen uns die Karmelitinnen in Plappeville bei Metz hilfreich zur Seite. In mühsamen Sonderschichten in ihrer Hostienbäckerei haben die Schwestern in Plappeville die benötigten Hostien hergestellt. Auch mit den Karmelitinnen verbinden uns seitdem herzliche Beziehungen.

 

Ein Jahr nach der Einsegnung des Corona Altars unter dem Griesenbrock- Kreuz besuchte Bischof Dr. Stephan Ackermann im November wieder einmal unser Kloster. Im Anschluss an eine Heilige Messe stellte sich Bischof Stephan in einer Podiumsdiskussion Fragen zum synodalen Prozess im Bistum Trier. Der Besuch stand auch unter dem Zeichen der persönlichen Begegnung mit den Schwestern und den Besuchern des Gottesdienstes. Über Zoom zugeschaltet war der durch eine Erkrankung an der Anreise verhinderte Monsignore Prof. Dr. Tomáš Halík aus Prag, der in seinem Grußwort darlegte, dass der synodale Weg nicht mit institutionellen oder legislativen Änderungen beginnen und vor allem nicht enden darf. Als Voraussetzung und Ziel des synodalen Weges nannte er die geistige und theologische Vertiefung im Glauben. Der synodale Weg müsse sich in der Spiritualität, der Theologie und der Seelsorge widerspiegeln. Unter diesem Anspruch sehen wir unsere Aufgaben im Kloster Heilig Kreuz als Konvente der Redemptoristinnen und der Nazarethschwestern, Rektor Ecclesiae mit pastoralem Team, Heilig Kreuz e.V. mit dem Beirat und dem Freundeskreis, Geistliches Zentrum des Dekanats, Sozialstation des Caritasverbandes und Hausgemeinschaft der Wohnanlage. 

Bewusst wollen wir ein offenes Kloster sein. Freunde des Klosters bringen sich ein in den Dienst in der Klosterkirche, in der Verwaltung, der Hostienbäckerei, dem Klosterladen und Gästehaus, also in und um das Kloster. Ihnen allen sei an dieser Stelle herzlich gedankt. Auch allen Wohltätern für die großherzige finanzielle und materielle Unterstützung, auf die wir sehr angewiesen sind. Vielen Dank!

Jahr für Jahr stellt uns die Pflege und Unterhaltung der in die Jahre gekommenen Klostergebäude sowie der Außenanlagen vor Probleme. Auch in diesem Jahr haben wir den Verantwortlichen der Erwerbslosenselbsthilfe Püttlingen und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für vielfältigen Einsatz im Rahmen des von der Aktion Arbeit des Bistums Trier geförderten Beschäftigungsprogramms zu danken. Auch die Unterstützung durch die Stadt Püttlingen hilft uns.

Besondere Beachtung verdienen das Geistliche Zentrum und die Sozialstation als kooperierende Einrichtungen im Kloster Heilig Kreuz. So sind die Angebote des Geistlichen Zentrums hervorzuheben, die Menschen auf der Suche nach Halt und Sinn im Leben Zugangsmöglichkeiten zum christlichen Glauben, auch in geistlichen Begleitgesprächen, eröffnen. Wenn möglich, werden die Tagungsräume auch geistlichen Gruppen (z. B. Focolare, Scala, spanisch-sprachige Mission), Berufsgruppen kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (z. B. Caritas, Kita, ambulantes Hospiz) überlassen.  Der Höhepunkt im September war die Semestereröffnung der VHS mit dem evangelischen Pfarrer Thomas Schmitt, zu der zahlreiche Gäste begrüßt werden konnten, denen das Kloster bisher noch nicht bekannt war.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas-Sozialstation war das Jahr 2021 schwierig und anstrengend, nicht nur coronabedingt. Hier macht sich der Pflegekräftemangel in Deutschland stark bemerkbar und die Situation wird sich in absehbarer Zeit nicht verbessern. Dennoch sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrem engagierten Dienst für die Menschen da und sind ein sichtbares Zeichen für den diakonischen Auftrag der Kirche.

Gemeinsam mit dem Kloster, der Caritas-Sozialstation und dem Geistlichen Zentrum werden wir ab Januar 2022 einmal im Monat eine hl. Messe aus der Klosterkirche über Internetradio (www.saarwelle.de) per Audiostream für kranke und alte Menschen übertragen, die nicht oder nur eingeschränkt Kirchen aufsuchen können. Beachten Sie dazu bitte die beiliegende Information.

 

 

Vieles wäre noch anzusprechen. Um den Rahmen des Briefes nicht zu sprengen, verweisen wir auf die gemeinsame Website des Klosters und des Geistlichen Zentrums. Sie enthält die aktuellen religiösen Ansprachen und Berichte über Ereignisse und Angebote des Geistlichen Zentrums und des Klosters. Bitte besuchen Sie regelmäßig unsere Website www.kloster-heilig-kreuz.de.

Ohne die zahlreichen engagierten ehrenamtlichen Männer und Frauen auf allen Ebenen wäre es nicht möglich gewesen, dass so viele Menschen in diesem Jahr das Kloster und das Geistliche Zentrum aufgesucht hätten.

Zuletzt erreichte uns die frohe Nachricht, dass Sr. Jaseentha, bis Ende 2018 Oberin der Nazarethschwestern im Kloster Heilig Kreuz, zur Generaloberin ihrer Schwesterngemeinschaft gewählt worden ist. Wir wünschen ihr für ihre große Aufgabe im Mutterhaus in Kunoth im Bundestaat Kerala, in Indien, Gottes reichen Segen! Nach wie vor ist Sr. Jaseentha mit unserm Kloster eng verbunden und wir hoffen in absehbarer Zeit auf ihren Besuch.

Wir schließen mit den besten Wünschen zum bevorstehenden Fest der Geburt unseres Herrn. Möge die Botschaft der Weihnacht und die Gewissheit, dass der Herr das Leben mit uns teilt, Sie stärken, ermutigen und trösten!

 

Ihre

Schwester Mercy

Oberin

Pfr. Hans-Georg Müller

Rektor Ecclesiae

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